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Geschichte

GemeindeWollershausen

Entstehung der Ortschaft Wollershausen Wollershausen schaut auf eine über 765-jährige Geschichte zurück, der Ort feierte im Jahr 1992 sein 750-jähriges Bestehen.Es ist zwar aufgrund ortsnamenskundlicher Forschungen anzunehmen, dass Wollershausen ( wegen der Namensendung -hausen ) bereits im frühen Mittelalter, d.h. vor dem 10. Jahrhundert, gegründet wurde, doch ist über diese erste Phase der Dorfgeschichte nichts überliefert.Die erste urkundliche Erwähnung eines Dorfes Woldersshusenn bzw. eines Ritters Dietrich Clawe von Woldersshusenn datiert aus dem Jahre 1241. Es wird vermutete, dass kurz nach 1200 ein Zweig aus dem angesehenen Geschlecht der Herren von Osterode seinen Sitz nach Wollershausen verlegte und dass diese Ritter nach mittelalterlichem Brauch den Namen der Ortschaft, in der sie sich niedergelassen hatten, als Familien- oder Geschlechtsbezeichnung übernahmen.Die Herrschaft der Herren von Woldershusen endet wahrscheinlich mit dem Knappen Hermann, welcher 1387 das Patronat über die Wollershäuser Marienkirche dem Kloster Pöhlde übereignete. Die Pöhlder Mönche sollten als Gegenleistung Fürbitten und Messen für die Familie lesen, wodurch Hermann von Woldershusen seine und seiner Angehörigen Seele vor dem Fegefeuer bewahren wollte.Seit dem späten 14. Jahrhundert bis 1932 ist die Geschichte von Wollershausen untrennbar verbunden mit dem Hause von Minnigerode:Im Jahre 1398 bedankte sich Herzog Friedrich von Grubenhagen beim Ritter Hans von Minnigerode für die siegreiche Wahrung der herzöglichen Interessen bei einer Erbfehde mit einem Lehen auf Wollershausen.Die Herren von Minnigerode haben über lange Zeit das Dorf von ihrem Sitz in Bockelnhagen bei der Allerburg (13 km südöstlich von Wollershausen, 1525 im Bauernkrieg zerstört) aus verwaltet und bewirtschaften lassen. Wenn sie sich in Wollershausen aufhielten, haben sie wahrscheinlich das im frühen 13. Jahrhundert von den Rittern von Woldershusen errichtete Herrenhaus genutzt. Dieser in der Rhumeniederung gelegene Adelshof brannte jedoch später nieder.Johann von Minnigerode (1556-1611), der 1601 alleiniger Besitzer des gesamten Rittergutes wurde, war der erste Gutsherr, der auch dauernd in Wollershausen lebte. Er ließ 1603 ein neues stattliches Herrenhaus errichten. Es war von einem breiten Wassergraben umgeben, über welchen eine Zugbrücke zum Schloss führte. Das obere Geschoss war im Gegensatz zum steinernen Erdgeschoss in Fachwerk ausgeführt und hatte im Südflügel drei Erker mit Zwiebeltürmchen. Der erwähnte Johann von Minnigerode vermählte sich am 16. Juli 1604 mit Dorothea von Hanstein, die ein beträchtliches Vermögen mit in die Ehe brachte und so die Bauvorhaben ihres Mannes tatkräftig unterstützen konnte. So ließ Johann die St. Marienkirche umbauen und 1605 das Pfarrhaus bauen. Die Wollershäuser Kirche verdankt der großzügigen Dame außerdem einige ihrer schönsten Schätze (siehe auch Seite 'Kirchengemeinde').Nachdem Johann von Minnigerode im Jahr 1611 starb, bewohnten seine Frau Dorothea und ihre drei Kinder den Herrensitz noch bis zum Jahre 1627. Dann flohen sie vor den Wirren des Dreißigjährigen Krieges nach Osterode.Wollershausen hatte mehr als andere Orte der Gegend unter dem Krieg zu leiden. Katholische Kräfte (einfallende Streifreiter und Bauern aus dem benachbarten Eichsfeld) hatten sich insbesondere in den letzten Wochen der Kampfhandlungen des Dorfes bemächtigt, Vieh und Anderes gestohlen und die evangelischen Einwohner erpresst, erschossen oder unbarmherzig gequält. Schließlich stand das teilweise in Schutt und Asche gelegte Dorf leer und Ackerbau und Viehzucht lagen danieder.In den folgenden Jahren begann mit der Unterstützung der Osteroder Regierung der Wiederaufbau des schwer geschädigten Dorfes. Im Jahre 1647, nach dem Tod seiner Mutter Dorothea und seiner Geschwister, kehrte Hans von Minnigerode als Erbe des Wollershäuser Besitzes in das Dorf zurück und leitet dort nach einer erneuten mehrjährigen Abwesenheit ab 1666 eine Phase des Wiederaufbaus ein. Als Hans von Minnigerode im Jahr 1676 verstirbt und sein Sohn Georg Friedrich ihm im Alter von nur 27 Jahren im Jahr 1677 folgt, starb nach fast 300-jähriger Kontinuität die direkte Erbfolge des Geschlechts aus.Nach einem langwierigen Erbprozess (21 Jahre) erwarb Ludwig von Minnigerode, ein Urenkel des Bruders von Johann von Minnigerode, durch Vergleich mit der Gegenpartei (Familie derer von Schlitz genannt von Görtz) die Wollershäuser Besitzungen.In der Zwischenzeit scheint das Schloss stark verfallen zu sein, sodass der neue Besitzer den alten Rittersitz, der auf Höhe der heutigen Hauptstraße lag, abtragen ließ.Anstelle dessen wurde in den Jahren 1732-1735 das heutige Wasserschloss In der Zwischenzeit scheint das Schloss stark verfallen zu sein, sodass der neue Besitzer den alten Rittersitz, der auf Höhe der heutigen Hauptstraße lag, abtragen ließ.Etwas weiter südlich erbaute Ludwig von Minnigerode anstelle dessen in den Jahren 1732-1735 das heutige Wasserschloss in sumpfigen Gelände. Zur Stabilisierung des Untergrundes wurde dort große Holzstämme eingebraucht, wodurch der Neubau enorme Kosten verursacht hat.Dieses Wasserschloss in seiner schlichten Schönheit und Eleganz überstand nahezu unbeschadet die folgenden Jahrhunderte, es überdauerte den Fortzug des Minnigeröder Geschlechts im Jahre 1932 und den Übergang seiner Ländereien und Besitzungen in andere Hände, sodass es sich ncoh heute in seiner ursprünglichen imposanten Wirkung präsentiert.Nachdem die Gebäude jahrelang von einer Jugendhilfeeinrichtung genutzt wurden, steht das Schloss mittlerweile zum größten Teil leer und wird zum Verkauf angeboten.Quelle: Chronik von Wollershausen von 1992, Beate Böker-Lüdtke

Die Geschichte unseres Ortes

Quellenangabe:Chronik von Wollershausenvon 1992Verfasserin:Beate Böker-LüdtkeUnsere Dorfchronik mit der umfassenden Geschichte des Ortes ist im Gemeinde-büro erhältlich.






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